HÄUFIG GESTELLTE FRAGEN

Nahezu täglich erreicht uns eine der nachstehenden Fragen. Um möglichst viele Fragen bereits im Vorfeld beantworten zu können, haben wir die am meisten gestellten Fragen für Sie zusammengestellt.

Tierheim? Tierschutzverein? Wie hängt das zusammen?

Ohne Tierschutzverein kein Tierheim. Der Tierschutzverein Salzgitter und Umgebung e. V. ist der Träger des Tierheims in Salzgitter-Bad. Mit einer Mitgliedschaft im Tierschutzverein wird automatisch das Salzgitteraner Tierheim unterstützt.

Wie finanziert sich das Tierheim?

Das Tierheim Salzgitter wird in erster Linie durch Spenden tierlieber Menschen finanziert. Spenden bekommen wir in Form von Mitgliedsbeiträgen, Sach- und Geldspenden sowie Erbschaften. Doch auch die Stadt Salzgitter unterstützt das Tierheim mit einem jährlichen Betriebskostenzuschuss.

Was kostet der Unterhalt des Tierheims?

Das Tierheim Salzgitter benötigt pro Jahr etwa 250.000 Euro, um bestehen zu können. Die Kostenerstattungen, die wir jährlich von den Behörden erhalten, decken zusammen ca. 2/3 der Gesamtkosten ab.

Welche Aufgaben erfüllt das Tierheim?

Für die Kostenerstattung der Stadt Salzgitter übernehmen wir hoheitliche Aufgaben: Dazu gehört die Aufnahme von Fundtieren und die Unterbringung von sichergestellten und beschlagnahmten Tieren. Viele Menschen glauben fälschlicherweise, das Tierheim sei verpflichtet, generell alle Abgabetiere aufzunehmen, oder Tierrettungsfahrten jeglicher Art zu übernehmen. Aber selbstverständlich ist es uns ein Anliegen in Not geratenen Tieren zu helfen, wenn es uns möglich ist.

Warum kommen Tiere in das Tierheim?

Die Gründe sind so vielfältig wie unsere Tiere: Umzug, eine plötzlich auftretende Allergie, neuer Beruf, keine Lust oder keine Zeit mehr, Tierbesitzer werden mit dem Tier nicht mehr fertig oder haben kein Geld mehr. Tiere werden ausgesetzt und von der Feuerwehr, der Polizei oder von Passanten in das Tierheim gebracht. Manchmal auch von Behörden, wenn beispielsweise der Besitzer eine Haftstrafe verbüßt oder einen Unfall hatte und im Krankenhaus ist. Manche unserer Tiere wurden aus einer schlechten Haltung beschlagnahmt oder sichergestellt.

Welche Tierarten werden im Tierheim aufgenommen?

Grundsätzlich nehmen wir jede Tierart auf. Gegebenenfalls wird das Tier dann zu einer besser geeigneten Einrichtung gebracht. So kommen beispielsweise Reptilien ins Artenschutzzentrum des NABU in Leiferde. Bei manchen Tierarten stoßen wir natürlich an unsere Grenzen und können höchstens als Zwischenstation dienen, bis für das Tier eine geeignete Unterbringung gefunden wurde.

Was war das exotischste Tier im Tierheim?

Wirklich exotische Gäste haben wir eigentlich keine aufzuweisen – zum Glück. Wir haben schon alle Hände voll zu tun, wenn uns Katzen, Hunde und Kaninchen in unsere Obhut gegeben werden. Hin und wieder können aber auch mal Land- und Wasserschildkröten, Ratten, Papageien, Gänse, Hühner oder Degus bei uns auf Zeit zu Gast sein.

Wie viele Tiere sind im Tierheim?

Wenn wir alle Tiere zusammen zählen, dann leben zu Hochzeiten bis zu 250 Tiere gleichzeitig im Tierheim. Bei dieser Zahl sind wirklich alle Tiere eingerechnet, also auch die Tiere, die sich in den nicht öffentlich zugänglichen Bereichen befinden wie in den Quarantänezimmern. Für manche alte oder chronisch kranke Tiere können wir auch immer wieder liebevolle Pflegestellen finden, die den ärmsten unter unseren Vierbeinern den Aufenthalt im Tierheim, als ein Tier unter vielen, ersparen. Pro Jahr werden im Tierheim etwa 850 Tiere betreut.

Was passiert mit den Tieren im Tierheim?

Herrenlose Tiere bleiben zwei Wochen in Quarantäne. Erst danach dürfen sie vermittelt werden. Abgegebene Tiere dürfen natürlich gleich weiter vermittelt werden, vorausgesetzt, sie sind gesund. Jedes Tier wird medizinisch betreut, bekommt die notwendigen Impfungen, Wurmkuren, einen Mikrochip, Katzen werden gechipt und kastriert.

Wie lange bleibt ein Tier im Tierheim?

Das lässt sich pauschal nicht sagen. In der Regel finden mehr als die Hälfte unserer Tiere innerhalb von vier Wochen ein neues Zuhause. Bei jungen, drolligen Tieren dauert es oft nur ein paar Tage, bei alten, kranken oder verhaltensauffälligen Tieren kann es auch ein Jahr und länger dauern. Besonders im Hundebereich haben wir „schwierige Fälle“, die schon seit über einem Jahr auf ihre große Chance warten.

Was passiert, wenn ein Tier nicht vermittelt werden kann?

Dann bleibt es im Tierheim und wir versuchen ihm den Aufenthalt bei uns so angenehm wie möglich zu gestalten. Wir haben gerade Hunde, wie Fritz und Rudi, die seit über einem Jahr bei uns leben und durch Tierpaten unterstützt werden. Ähnlich verhält es sich bei Katze Mietze.

Werden im Tierheim Tiere eingeschläfert?

Nein! Es sei denn, es gibt eine medizinische Indikation, die für das Tier dauerhaft ein Leben mit Schmerzen und Leiden bedeuten würde. Und auch in einem solchen Fall, wird die Entscheidung dazu vom Team und nicht von einer Einzelperson getroffen – Tierarzt, Pfleger und Tierheimleitung sind daran beteiligt.

Sind Tierheimtiere gestört?

Nein. Generell natürlich nicht. Unser Tierheim ist kein trauriger Platz, an dem die Tiere leiden. Für viele unserer Tiere ist das Tierheim das erste, richtige Zuhause mit liebevoller Pflege und regelmäßigem Futter. Sie werden von Tierpflegern und unserem Tierarzt betreut und erhalten auch von unseren vielen Ehrenamtlichen Zuwendung. Gassigeher sorgen dafür, dass unsere Hunde täglich zu mindestens einem Spaziergang kommen und Katzenfreunde verteilen Streicheleinheiten. Und trotzdem führt in manchen Fällen ein langer Aufenthalt im Tierheim zu Verhaltensauffälligkeiten. Denn trotz aller Bemühungen kann kein Tierheim die Rundumbetreuung eines Tieres im Kreise seiner Familie ersetzen. Gerade viele der Hunde sind unterfordert – psychisch wie physisch.

Kostet es etwas ein Tier aus dem Tierheim zu holen und wenn ja, warum?

Ja, die so genannte Schutzgebühr. Alle unsere Tiere sind von unserem Tierarzt untersucht, geimpft und entwurmt. Hunde bekommen einen Mikrochip, Katzen werden gechipt und kastriert. All das kostet Geld und der von uns erhobene Betrag liegt weit unter den Unkosten. Generell dürfen zukünftige Tierbesitzer nicht vergessen, dass Tiere Geld kosten. Sei es in Form von Tierarztkosten, Hundesteuer oder Haftpflichtversicherung.

Kein Tier aus dem Tierheim bekommen?

„Warum seid Ihr bei der Abgabe so pingelig“ oder: „Ihr müsst doch froh sein, wenn Ihr ein Tier weniger habt“, „Ihr wollt Eure Tiere ja alle selbst behalten“. Diese Kommentare erreichen uns oft von Besuchern, die leider erfolglos im Tierheim waren. Pingelig sind wir, weil wir hundertfach pro Jahr mit unüberlegt angeschafften Tieren konfrontiert werden. Wir wollen in erster Linie das Beste für das Tier – es soll nicht „Vom Regen in die Traufe“ gelangen. Den Husky für das 30 Quadratmeter-Appartement oder die Freigänger-Katze für die Stadtwohnung gibt es nicht. Acht Stunden berufstätig? Dann bekommt man bei uns keinen Hund. Ein Interessent, der zum dritten Mal in Folge mit Alkoholfahne zum Gassi-Termin kommt, darf sich ebenfalls nicht wundern, wenn er kein Tier vermittelt bekommt.

Kann ich im Tierheim helfen?

Ja. Ehrenamtliche Helfer sind uns immer willkommen und die Arbeit geht nie aus.

Kann ich im Tierheim ein Praktikum machen?

Prinzipiell ja. Bitte eine schriftliche Bewerbung an: Tierschutzverein Salzgitter und Umgebung e.V., Am Pfingstanger 40, 38259 Salzgitter.

Tierquälerei beobachtet?

Bitte verständigen Sie uns, das zuständige Veterinäramt (Landkreis Goslar / Außenstelle Salzgitter) oder die Polizei. Nicht wegschauen, sondern helfen! Die Tiere können nicht für sich selbst sprechen!

Tierschutzverein Salzgitter und Umgebung e.V.

Am Pfingstanger 40 | 38259 Salzgitter (Bad)

Tel. 0 53 41 - 47 886 | Fax. 0 53 41 - 17 53 87

Spendenkonto
Sparkasse Hildesheim Goslar Peine

IBAN: DE12 2595 0130 0077 0034 40

Sitz des Vereins: Stadt Salzgitter

Registergericht: Stadt Braunschweig

Vereinsregisternr. 140051