Tiere der Woche


Die sogenannte Katzenseuche haben alle Katzen, die derzeit im Tierheim Salzgitter-Bad wohnen, überstanden. Nun wird es endlich wieder Zeit, dass die Tiervermittlung ihren Betrieb aufnehmen kann und die niedlichen Samtpfoten durchstarten können. Sie heißen Tundra, Ferkel und Lumpi – die drei jungen Fellnasen sind nur einige von derzeit 32 jungen Kätzchen, die ihre ersten Lebenswochen und -monate im Tierheim Salzgitter verbringen und sich nun auf die Suche begeben haben, um ihre kleinen Katzenherzen an Menschen zu vergeben.


Viele der über dreißig Jungkatzen sind als Fundtiere mit oder teils sogar ohne ihre Mütter in die Auffangstation in Salzgitter-Bad gekommen. Sie wurden entweder in Straßengräben oder verängstigt in Büschen aufgefunden. Aus Sorge der Finder, den kleinen Familien könnte etwas zustoßen, wurden sie in die sichere Obhut des Tierheims gegeben. Hier werden sie in der Quarantänestation – dem tierheiminternen Krankenhaus – aufgepäppelt, medizinische versorgt und bedingt durch die anwesenden Tierpflegerinnen Schritt für Schritt an den Menschen gewöhnt.


Die Kitten, die bereits im vermittlungsfähigen Alter sind, toben und spielen munter durch die Kinderzimmer des Tierheims. Für das Tierheim-Team, welches die Tierfotos erstellt, war es das reinste Kitten-Chaos. Kurz die Kamera auf dem Fußboden abgestellt, machten sich die kleinen Fellnasen mit ihren unbeholfenen Bewegungen an der Ausrüstung zu schaffen. „Ich finde die richtige Einstellung“ wird sich die ein oder andere neugierige Samtpfote dabei gedacht haben. Die anderen, weniger aufdringlichen und mitunter recht schüchternen Kameraden verschliefen das wöchentliche Fotoshooting in ihren Kuschelmulden und träumten bereits von der großen weiten Welt und all den spannenden Abenteuern.


Für die Kätzchen sind der Umgang und die Möglichkeit, mit ihren Artgenossen zu spielen, ausgesprochen wichtig, denn die tapsigen Gesellen sozialisieren sich dadurch gegenseitig. Die Kitten werden aus diesem Grund nur zu zweit vermittelt. Das Tierheim-Personal weißt darauf hin, dass gewährleistet sein muss, dass ausreichend Platz, Zeit und finanzielle Mittel vorhanden sein müssen, um den lieben Kleinen ein artgerechtes Leben zu ermöglichen, in dem diese dauerhaft glücklich sind. So niedlich wie Katzenkinder sind, auch sie machen ordentlich Arbeit und kosten Geld.

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