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Tier der Woche


Seit über einem halben Jahr wartet der pechschwarze Kater Yatzy auf seine große Chance – endlich ein sicheres und liebevolles Zuhause. Seine Zukunft stand unter keinem guten Stern, denn er bezog im Frühjahr letzten Jahres das Tierheim als Fundtier. Ob er bewusst ausgesetzt wurde oder seinen Haltern entflohen ist, konnte bis heute leider nicht geklärt werden. Für Yatzy steht jedenfalls fest, dass er trotz Vollpension aus dem Tierheim in Salzgitter-Bad ausziehen möchte. Er ist das „Tier der Woche“.


Als der Tierheim-Fotograf das Katzenzimmer betritt, um passende Aufnahmen von Yatzy zu ergattern, lag dieser mit müden Augen im Außenbereich seines Geheges. Auf einem sogenannten Catwalk hat es sich der cirka sechsjährige Europäisch Kurzhaar-Kater bequem gemacht und und sichtlich entspannt. Doch kaum näherte sich ihm die Kamera, wurde das Mittagsnickerchen unterbrochen, um in den Beobachtungsmodus zu wechseln. Die Kamera und den dahinter stehenden Fotografen ließ der charakterstarke Kater nicht mehr aus den Augen. Trotz eines kritischen Blicks ließ Yatzy das Fotoshooting über sich ergehen, um sich kurze Zeit später einem Happen aus dem Futternapf zu gönnen. Typisch Yatzy, denn unter der Tierheimbelegschaft gilt die schwarze Fellnase als „sehr verfressen“.


Yatzy ist leider an der Immunschwächekrankheit FIV erkrankt. FIV oder umgangssprachlich Katzen-AIDS genannt, ist eine sehr langsame fortschreitende Immunschwäche bei Katzen, die durch Viren ausgelöst wird. Durch das Virus werden in erster Linie die weißen Blutkörperchen angegriffen, sodass es zu einer Schwächung des Immunsystems kommt. Dadurch haben es andere Viren leichter, um Krankheiten auszulösen.


Da der Tierheimkater FIV erkrankt ist, sollte die Samtpfote in einen FIV-erfahrenen Haushalt einziehen, in dem es ruhig und stressfrei zugeht. Freigang ist aufgrund seiner Krankenakte nicht zu empfehlen, über eine Wohnung oder Haus mit Balkon würde sich Yatzy hingegen sehr freuen. Mit anderen Artgenossen sowie Kleinkindern kommt er leider nicht zurecht.

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